Holzrahmenbau


Verbreitung der Fichte Holzrahmenkonstruktionen haben die bekannte und bewährte Fachwerkbauweise als Ursprung. Gegenüber dieser wurde hauptsächlich die Aussteifung der Konstruktion modifiziert. Wurden früher Querhölzer in die Tragwerkebene eingebaut, so befindet sich dort nun ein vollständig mit Wärmedämmstoff gefüllter Raum. Ausfachung mit Bruchsteinen oder Ziegelausmauerungen werden ebenfalls durch Wärmedämmstoffe ersetzt. Die notwendige Aussteifung des 14-16cm starken Holzrahmens übernimmt die Holzwerkstoffbeplankung (z.B. OSB, Sperrholz, Faserzementplatten) und/oder die Gipswerkstoffbeplankung (z.B. Rigips, Fermacell). Außenseitig kann ein 4-6cm starkes Wäremedämmverbundsystem, das gleichzeitig als Putzträger dient, aufgebracht werden. Aber auch Holzverschalungen, naturbelassen oder in verschiedenen Farben, sind denkbar. Für den Rahmen wird Massivholz (z.B. Fichte, Tanne) verwendet.

Fichte Die sich so ergebenden schlanken, hochgedämmten und sehr leichten Bauteile können problemlos im Werk vorgefertigt und auf der Baustelle angeliefert werden. Hierzu zählen natürlich nicht nur die Außenbauteile wie Wand- und Dachelemente, sondern auch Decken- und Trennwandkonstruktionen, also das vollständige Gebäude. Das Gewicht bleibt gering und die Konstruktion schlank. Aufgrund des möglichen Einbaus der kompletten Haustechnik (Elektro-, Wasser-, Heizungsinstallation etc.) in die Holztafelelemente können die gesamten Montagearbeiten auf der Baustelle meist schon in 3 Tagen abgeschlossen werden. Platzintensive moderne Gebäudetechniken, wie beispielsweise Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, lassen sich problemlos ohne Vergrößerung der Wandstärke in der Wärmedämmebene unterbringen.

Fichtenzapfen Der Rahmenbau ermöglicht eine freie Gestaltung der Fassade mit Größe und Anordnung der Fenster und Türen und einer breiten Auswahl an Fassadenmaterial. Der Aufbau erfolgt Geschoßweise, die Decke des Erdgeschosses bildet die Basis und die Arbeitsbühne für den weiteren Ausbau. Daneben gibt es Varianten mit haushohen Elementen. Die Komplettierung des Holzrahmenhauses vor Ort benötigt etwa 8 bis 12 Wochen. Das ist etwa die Hälfte der Bauzeit im konventionellen Hausbau.


Stichwortartig lassen sich die Vorteile der Holzrahmen-/Holztafel-Bauweise wie folgt zusammenfassen:

  • Ökologische Bauweise durch die hauptsächliche Verwendung von Holz sowie Holz- und Gipswerkstoffen heißt gesundes Wohnen auch für unsere Nachkommen
  • Konzeptionsbedingt hochgedämmte Niedrigenergie-Konstruktionen bedeuten hohe Behaglichkeit bei geringen Energiekosten
  • Problemlos Integrierung modernster Gebäudetechnik bringt langfristig Werterhalt
  • Vorteile bei der Gründung aufgrund der geringen Masse des Gesamtbauwerks
  • Durch die schlanken Elemente ergeben sich in der Regel ca. 10 m² Wohnflächengewinn gegenüber massiver Bauweise
  • Witterungsunabhängige Fertigung in der Werkshalle
  • Hoher Vorfertigungsgrad bedeutet nur kurze Bauzeit vor Ort auf der Baustelle
  • Kein jahrelanges "Trockenwohnen" infolge der fast ausschließlichen Verwendung von Trockenbauteilen



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Sitemap Letzte Aktualisierung 31.05.2013